Druckerchannel

Fillingstation von Florian Heise

Wie Pilze schießen Tintentankstellen aus dem Boden und preisen einen Refill-Service an. Kunden können Ihre leergedruckten Tintenpatronen in die Tintentankstelle bringen, um sie dort mit Fremdtinte neu befüllen zu lassen.

In der Regel kann man nach einer kurzen Wartezeit seine befüllten Patronen wieder mitnehmen. Im Test haben wir zwischen wenigen Minuten und über einer Stunde warten müssen. Im Gegensatz zu fertig befüllten Tintenpatronen wie zum Beispiel von KMP, Mefatech, Pelikan oder anderen bezahlt man bei den Tintentankstellen nur den Befüllservice und die Tinte.

Die zur Zeit größte Tintentankstellen-Kette ist die Refill 24 GmbH (Deutschland), die als Franchise-Unternehmen organisiert ist und über 300 Tankstellen unterhält.
Druckerchannel testet sieben Refill24-Druckertankstellen und prüft Service, Kosten, Zuverlässigkeit, Druckqualität und die Reichweiten der wiederbefüllten Patronen.

 

Druckerchannel hat nur solche Filialen ausgewählt, bei denen man seine eigenen Patronen abgeben und diese nach der Befüllung sofort wieder mitnehmen kann.

Für den Test verwendet Druckerchannel insgesamt 24 HP Originalpatronen. Das sind die Schwarzpatronen Nr. 56 (C6656 ) und die Farbpatrone Nr. 57 (C6657 ), die sich in folgende Drucker einsetzen lassen:

HP Deskjet 450 , 5150 und 5151, 5550 , 5650 , 5652 , 5850 , 9650 , 9670 , 9680
HP Officejet 4110 , 4210, 4215
HP Photosmart 2410 , 7150 , 7260 , 7350 , 7450 , 7550 , 7660 , 7760 , 7960
HP PSC 1110 , 1215 , 1315 , 2175 , 2510

Im Test kommen drei HP Deskjets 5151 zum Einsatz. Auf denen kommen die 24 Original-Patronen und die wiederbefüllten gleichmäßig verteilt zum Einsatz.

 

Druckerchannel-Fazit

Der Test der ausgewählten Refill24-Tankstellen war ernüchternd. Die wenigen Cent Ersparnis gegenüber der Originalpatrone rechtfertigen nicht die langen Wartezeiten bis zu 75 Minuten für vier Patronen, die häufig stark verschmutzten Kartuschen und die fehlenden Funktionsprüfungen. Zudem weiß der Kunde nicht, wie viel er gegenüber einer Neupatrone spart, weil nicht ersichtlich ist, wieviel Tinte die Tankstelle in die Patrone spritzt. In keinem Fall im Test war die Füllmenge ebenso groß wie bei der Originalpatrone von HP - bis zu 50 Prozent ist in den Refills weniger drin. In einem Einzelfall war es sogar nur ein Fünftel der Originalmenge.

Wer seine Patronen in einer Tintentankstelle wiederbefüllen lassen will, sollte vor dem Kauf auf einen anschließenden Probedruck bestehen - aus unserer Sicht eine Mindestforderung, auf die der Kunde bestehen kann. Nur so ist er sicher, dass die Patrone nach dem Refill auch fehlerfrei arbeitet.

Überreicht der Mitarbeiter der Tintentankstelle eine verschmutzte Patrone, sollte der Kunde darauf bestehen, dass sie gründlich gereinigt wird - schließlich kam sie ja auch in sauberem Zustand zum Befüllen.
Druckerchannel-Fazit: Zu aufwändig, zu umständlich, zu unsicher bei viel zu geringem Spareffekt.

Quelle: Druckerchannel.de